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Technische Chemie

Allgemein

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Chemie ist die Lehre von den Stoffen und deren Eigenschaften, Verhalten, Aufbau und Veränderungen. Sie befasst sich auch mit der Umwandlung von Stoffen sowie den dabei geltenden Gesetzmäßigkeiten.

Aus dem heutigen Alltag ist sie nicht mehr wegzudenken, sie bildet das Fundament für die Entwicklung neuer Materialien, Dünger, Medikamente, Aromen, etc.

Das Studium an der TU Wien gilt als Eurobachelor. 

Voraussetzungen

Vorraussetzungen Icon

Essentiell sind naturgemäß ein vorhandenes Interesse und Freude an materialorientierter Chemie. Man sollte außerdem Spaß am experimentellen Arbeiten haben und ein gewisses handwerkliches Geschick, sowie Computer- und Fremdsprachenkenntnisse mitbringen. 

Inhalt

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Im Bachelorstudium Technische Chemie werden die theoretischen und praktischen Grundlagen für die Ausbildung zum Chemiker vermittelt.

Neben dem Aufbau der wissenschaftlichen Basis und dem Bekanntmachen mit den verschiedenen Teildisziplinen der Chemie steht die praktische Arbeit im Labor im Vordergrund.

Bachelorstudium technische Chemie

Das dreijährige Bachelor-Studium "Technische Chemie" richtet sich an alle Interessenten, die eine praxisorientierte, zugleich aber gut fundierte Grundlagenausbildung in Chemie anstreben. Wer Freude an der praktischen Arbeit im Labor zur Herstellung, Umwandlung und Charakterisierung von Stoffen und Materialien hat - das können so unterschiedliche Dinge wie High-Tech-Kunststoffe und Werkstoffe, funktionelle Nanomaterialien, pharmazeutische Wirkstoffe oder als Reagenzien verwendbare Biomoleküle sein - der ist willkommen. Grundlegende Computerkenntnisse und Fremdsprachenkenntnisse (insbesondere Englisch) sind darüber hinaus von Vorteil.

Im Rahmen des Bachelor-Studiums "Technische Chemie" werden chemisches Grundlagenwissen und praktische Fähigkeiten für die Arbeit im chemischen Labor vermittelt. Es werden Methoden für die Übertragung chemischer Prozesse aus dem Labor in den großtechnisch-industriellen Maßstab und für die dabei geltenden Randbedingungen vermittelt, sowie allgemeine Kenntnisse und Fähigkeiten, die über das Gebiet der Chemie hinaus einsetzbar sind.

Die AbsolventInnen des Bachelor-Studiums sind mit der praktischen Arbeit im Labor ebenso vertraut wie mit den theoretischen Grundlagen und den chemischen Grundkonzepten. Sie beherrschen die einschlägige Terminologie und kennen die wichtigen fachspezifischen Methoden. Sie verstehen die grundlegenden Eigenschaften von Materie und deren Umwandlung. Sie können Methoden für die Synthese und Charakterisierung von Stoffen und Materialien entwickeln und einsetzen.   

Impressionen

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Die folgenden Orte werden Sie in Ihrem Studium an der TU Wien stark frequentieren:

Chemie Hochhaus: Hier befindet sich der Großteil der für Chemie relevanten Räumlichkeiten. Vorlesungen werden aber auch an anderen Orten, wie z.B. im Freihaus abgehalten.

Fachschaft: Die Lehrveranstaltungen verlangen einem oft sehr viel ab. Auf der Fachschaft kann man sich gelöste Beispiele oder sonstigen Rat holen oder sich gemeinsam auf die Übungen vorbereiten.

Laboratorium: Der Studiengang Technische Chemie an der TU Wien hat eine starke praktische Komponente. Im Labor können die Studenten ihr Wissen unter Beweis stellen und wichtige praktische Fähigkeiten erlernen. 

Chemie Hochhaus
Fachschaft
Hörsaal
Labor1
Labor2
Rasterelektronenmikroskop
Vorlesung
Laborarbeit

Masterstudien

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Es werden 5 Masterstudien angeboten, die auf dem Bachelorstudium Technische Chemie aufbauen. 

Masterstudium Technische Chemie - Synthese

Den Studierenden werden in diesem Masterstudium die wissenschaftlichen Erkenntnisse aus anorganischer und organischer Molekularchemie, sowie auf dem Gebiet der anorganischen Materialsynthese und der organischen Materialien (Polymere) fachübergreifend vermittelt. Ein wesentlicher Teil der Ausbildung betrifft die Trennung von Reaktionsgemischen und die Charakterisierung der Reaktionsprodukte unter Einsatz von modernen Strategien der Analytischen Chemie, sowie eine Vertiefung in Reaktionskinetik, Katalyse und in theoretischer Chemie. Damit werden die Basis und das Verständnis für die Umsetzung von Laborsynthesen in die industrielle Praxis geschaffen.

Besonderes Gewicht wird auch auf umfassende praktische Fertigkeiten gelegt, die Studierenden sollen durch selbständige Tätigkeit die Synthese, Trennung und Charakterisierung von anorganischen und organischen Substanzen und Materialien auch in der Laborpraxis kennen lernen. 

Masterstudium Werkstofftechnologie und Werkstoffanalytik

Den Teilnehmern an diesem Masterstudium werden die wissenschaftlichen Grundlagen aus physikalischer und theoretischer Chemie und Werkstoffwissenschaft, sowie die Technologie der einzelnen Werkstoffgruppen und die Möglichkeiten chemischer Bulk- und Oberflächen- sowie Strukturanalytik fachübergreifend vermittelt und auch in der Laborpraxis gelehrt.

Die Studierenden erhalten eine fundierte Ausbildung in Richtung Herstellung, Verarbeitung, Charakterisierung und Anwendung von metallischen, keramischen und Polymerwerkstoffen sowie Verbundwerkstoffen und Werkstoffverbunden. Im Rahmen des Masterstudiums wird die Brücke zwischen technisch-anwendungsorientiertem Wissen (Technologie der Werkstoffe) und natur- bzw. werkstoffwissenschaftlichem Verständnis geschlagen.

Die Schwerpunkte der Ausbildung liegen auf der Umsetzung chemisch-metallurgischer und materialtechnologischer Prozesse für Herstellung, Verarbeitung und Funktion von Hochleistungswerkstoffen in der industriellen Praxis sowie der Entwicklung und Anwendung moderner Verfahren der Werkstoffcharakterisierung von der Forschung bis zur Produktion und Qualitätssicherung.

 

Masterstudium Technische Chemie - Materialchemie

Den Teilnehmern an diesem Masterstudium werden Vorlesungen und Übungen angeboten, die präparative, theoretische, analytische, physikalisch-chemische und anwendungsbezogene Aspekte klassischer und moderner Materialien zum Inhalt haben. Der Studiengang vermittelt Grundlagen aller wichtigen Materialklassen, von organischen Polymeren, über hybride Materialien bis hin zu keramischen Materialien und Metallen.
Den Studierenden dieses Studiengangs wird ein breites, auf chemischen und physikalischen Grundlagen aufgebautes Verständnis der Beziehungen zwischen Zusammensetzung, Struktur und Morphologie von Materialien einerseits und deren chemischen und physikalischen Eigenschaften sowie ihrer Funktion/Funktionalität andererseits vermittelt. Die ihm Studium erarbeiteten experimentellen und theoretischen Grundlagen der Materialchemie versetzen sie in die Lage, Materialien für unterschiedliche Anforderungen zu synthetisieren, zu modifizieren und zu charakterisieren sowie deren Einsatzmöglichkeiten abzuschätzen und zusammen mit PhysikerInnen und WerkstoffwissenschaftlerInnen materialwissenschaftliche Probleme zu lösen. 

Masterstudium Technische Chemie - Chemische Prozesstechnik

Dieses Masterstudium richtet sich an Studierende, die sich gleichermaßen kreativ wie interdisziplinär im Bereich der Forschung, Entwicklung und Anwendungstechnik chemischer Prozesse sowie der Konzeption, des Aufbaus und Betriebs von Chemieanlagen betätigen wollen. Neben der Vermittlung der dazu erforderlichen Ausbildung werden die Bereiche Energietechnik, Abfallwirtschaft, Umwelttechnik, Bioverfahrenstechnik und Sicherheitstechnik weiter vertieft. 

Masterstudium Biotechnologie und Bioanalytik

Den Teilnehmern an diesem Masterstudium werden die wissenschaftlichen Erkenntnisse aus den Biowissenschaften (Biotechnologie, Biochemie, Gentechnik, Mikrobiologie und Bioinformatik) sowie aus der Analytischen Chemie fachübergreifend vermittelt. 

Ausbildungsschwerpunkte sind die Vernetzung von Biowissenschaften, instrumenteller biochemischer Analytik und technischer Umsetzung in der Bioverfahrenstechnik einschließlich Qualitätssicherung.

Die AbsolventInnen dieses Masterstudiums sollen die Fähigkeit besitzen, anwendungsrelevante wissenschaftliche Erkenntnisse aus Biowissenschaften und Analytischer Chemie zu verstehen und fachübergreifend anzuwenden. Der/die AbsolventIn hat eine Brückenfunktion bei der Verknüpfung der Grundlagen moderner Biowissenschaften mit deren technologischer Umsetzung, analytischer Kontrolle und Steuerung. Mit diesem Profil besitzt er/sie breite Einsetzbarkeit und Problemlösungskapazität auf dem Gebiet moderner Biotechnologie und Bioanalytik in Forschung und Entwicklung, Produktion, Labor, Consulting, Registrierung und Qualitätsmanagement.

 

 

Berufsbild

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Die Berufsaussichten für ChemikerInnen in Österreich sehen sehr gut aus, die Arbeitslosigkeit unter AbsolventInnen ist sehr gering.

ChemikerInnen werden nicht nur in der chemischen und pharmazeutischen Industrie stark nachgefragt, sondern auch in der metallverarbeitenden und keramischen Industrie oder in der Energie- und Umweltwirtschaft.

Auch im öffentlichen Dienst, in Behörden und Ämtern werden ChemikerInnen benötigt. 

Wussten Sie, dass...

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die TU Wien mehr als 3.500 Personen beschäftigt.

Studienplan

Fach, Typ

Hinweis

Diese Lehrveranstaltung wird mehrfach angeboten: Die folgenden Informationen stammen von der fett markieren Lehrveranstaltung

Ziele der Lehrveranstaltung

Ziele

Inhalt der Lehrveranstaltung

Der Inhalt

Spiel

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Mix-It

Mix-It

Ziel des Spiels ist es, ein bestimmtes Produkt aus mehreren Rohstoffen zu erstellen. Dabei gilt es, die richtige Mischmenge zu beachten.

Jetzt spielen

Dialog

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Zwei Maturanten unterhalten sich über ihre Studienpläne. Marc möchte Betriebswirtschaft studieren, weil sein Vater das auch gemacht hat und er sowieso nicht weiß, was er später arbeiten möchte und meint, BWL gewähre eine Jobgarantie. Bernd weiß genau, was er möchte: er will Technische Chemie an der TU Wien studieren. 

Bernd:Hi Marc, weißt du schon, was du inskribieren wirst?

Marc:Hallo! Hm, naja, eigentlich noch nicht so wirklich... Wahrscheinlich werde ich BWL studieren, da kriegt man immer einen Job! Und du?

Bernd:Ich werde Technische Chemie an der TU Wien inskribieren!

Marc:Ehrlich? Was willst du denn damit? Das ist ja das totale Langweilerstudium...

Bernd:Wieso, weißt du denn, was man da im Studium lernt und nach Abschluss allesmachen kann?

Marc:Ich denke, das ist so langweiliges Chemie-Zeug, was wir in der Schule lernen mussten, Periodensystem und so...

Bernd:Ja klar, das Periodensystem muss man schon kennen, aber darum geht's ja nicht allein. Grundlagen sind für jedes Studium wichtig, aber wenn man dann mal das  Basiswissen hat, kann man richtig coole Sachen machen!

Marc:Und was ist richtig cool? Strukturformeln von Molekülen aufmalen und mit O2  und N2 herum rechnen... Klingt ja spannend... (gähnt)

Bernd:Du kannst den Chemieunterricht an einer AHS nicht mit dem Studium vergleichen! Technische Chemie ist ein zukunftsträchtiges Studium. Man kann mit so einem Studium zum Beispiel an der Entwicklung neuer Medikamente mitarbeiten! Die ganze Medizin basiert ja auf chemischen Prozessen. Außerdem ist man ständig auf der Suche nach neuen Wirkstoffen, weil es zu viele Krankheiten gibt, die man nicht oder nur schlecht behandeln kann, manche Wirkstoffe von Patienten nichtvertragen werden usw. Das ist ein riesiges Potential!

Marc:Hm, klingt zumindest nützlich...

Bernd:Ja, aber das ist ja nur ein Bereich. Ein anderer, der momentan auch brandaktuell ist, ist die Nutzbarmachung nachwachsender Rohstoffe für die Industrie. Schau dir mal die Müllmengen an, die wir fabrizieren. Du hast sicher schon von den Sackerln aus verrottbarem Kunststoff gehört. Was glaubst du, wer das entwickelt hat?

Marc:Ein Chemiker?

Bernd:Klar. Chemie steckt in so vielen Bereichen unseres täglichen Lebens drin, nur ist es uns nicht bewusst! Oder Biodiesel... Du kannst nicht einfach in den Supermarkt gehen und Öl in den Tank gießen. Da steckt auch viel chemische Analyse dahinter, bis man mal herausgefunden hat, wie man aus Pflanzen Biokraftstoffe für z.B. Autos herstellen kann.

Marc:Und ich dachte immer, Chemie hat hauptsächlich was mit Erdöl und so langweiligem Bakterienzüchten zu tun...

Bernd:Bakterienzüchten hat mehr mit Biologie zu tun!

Marc:Ich bleib trotzdem lieber bei BWL, man hat einen fixen Job und ein gutes Einkommen...

Bernd:Sei dir da mal nicht so sicher. Guck dir die tausenden BWL Studenten an - können alle das gleiche und kämpfen um die Jobs. Heutzutage ist es wichtig, dass man sich spezialisiert. Fachkräfte sind gefragt!

Marc:Vielleicht hast du Recht...

Bernd:Ich weiß, dass es für mich das richtige Studium ist. Eine Sache, die ich sehr spannend finde, ist die Entwicklung neuer Materialien, sogenannter "functional materials". Hast du schon mal was von Nanotechnologie gehört?

Marc:Ich kenn nur den iPod nano...

Bernd:(lacht) Ja, der hat aber auch nur den Namen mit den Materialien gemeinsam! Mit Nanowerkstoffen kann man z.B. Karosserien mit einer Art Schutzlack versehen, da dieser die Eigenschaft hat, Schmutz schwer an sich haften zu lassen.

Marc:Nie mehr Autowaschen...

Bernd:Oder noch ein Beispiel aus der Medizin: es werden neue Medikamente mit Nanopartikeln entwickelt, die als Wirkstofftransporter verwendet werden, z.B. in der Krebstherapie. Mit Oberflächen aus Nanostrukturen kann man auch viel langlebigere, biokompatible Implantate bauen.

Marc:Ich seh' schon, du hast dich gut informiert!

Bernd:Klar! Sag Bescheid, wenn du deinen Bachelor in BWL hast, dann schenk ich dir einen iPod Nano mit Nano-Oberfläche! ;-) 

Links

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Weitere Informationen zum Thema Chemie gibt es hier: 

  • Fachschaft

    Weitere Informationen für StudentInnen und Studienanfänger gibt es bei der Fachschaft Technische Chemie. 

  • Fakultät

    Alles zu Chemie an der TU-Wien auch bei der Fakultät für technische Chemie. 

  • GÖCH

    Die Gesellschaft Österreichischer Chemiker ist Österreichs größte chemische Gesellschaft. 

  • Internetchemie

    Internetchemie.info versteht sich als Mittler zwischen Informationssuchenden in der Welt der Chemie und den Internetseiten, die diese Informationen anbieten. 

Was nun?

Wie melde ich mich an Icon

Sie interessieren sich für ein Studium der Technischen Chemie an der TU Wien? Sollten Sie noch offene Fragen haben, beraten Sie die StudierendenvertreterInnen der Fachschaft Chemie gerne.

Details über die Inskription, die ersten Schritte danach und wo die TU überhaupt zu finden ist, können Sie bei den allgemeinen Informationen nachlesen.  

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