Vermessung und Geoinformation spielen im Alltag eine zentrale Rolle.
Manchmal ist das ganz offensichtlich; zum Beispiel, wenn man Produkte verwendet, die direkt der Vermessung und Geoinformation entstammen, etwa Google Earth, digitale Stadtpläne mit Adresssuche, oder Navigationssysteme. Manchmal auch nicht; zum Beispiel, wenn sich bei einem 50km langen Tunnel, der von zwei Seiten zugleich vorgetrieben wird, die beiden Teile mitten im Berg mit Zentimetergenauigkeit treffen, oder wenn ein Anstieg des Meeresspiegels nachgewiesen wird, wenn die Veränderung der Bodenfeuchte auf einem Kontinent über mehrere Jahre analysiert wird, wenn illegale Tests nuklearer Sprengkörper nachgewiesen werden, wenn ein Tsunami-Warnsystem eine Warnung ausgibt, oder wenn ein großer Teilchenbeschleuniger erfolgreich in Betrieb geht.
In allen diesen Fällen - und in vielen weiteren - spielen räumliche und zeitliche Informationen sowie deren Validierung eine große Rolle. Vermessung und Geoinformation stellen die Methoden zur Verfügung, mit deren Hilfe solche Informationen erfasst, analysiert und dargestellt werden können.
Im Rahmen des Bachelorstudiums "Geodäsie und Geoinformatik" sowie mehrerer Masterstudien werden den Studierenden die Kenntnisse, Fähigkeiten und Kompetenzen vermittelt, mit denen sie als Experten für räumliche Daten - oft an der Schnittstelle zwischen Technik, Recht und Wirtschaft - tätig sein werden.



















